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Aktuelle Gartentipps

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Die Tipps der Vorgängerwochen finden Sie im > Gartentipps-Archiv

Gartentipps 36 | 3. September 2021

Ziergehölze

Beerensträucher als Spalier
zwei bis vier Drähte quer bis in eine Höhe von ca. 1,80 m. Daran binden Sie drei bis fünf kräftige Triebe mit eingekürztem Seitenholz fächerförmig fest. Alle anderen Triebe werden am Boden abgeschnitten, nachwachsende Bodentriebe können Sie einfach abreißen. Denken Sie aber daran, dass Sie nach 6 bis 7 Jahren die Gerüsttriebe durch jüngere Triebe ersetzen müssen. Rechtzeitig also Ersatztriebe stehen lassen.

Blumen und Stauden

Dahliensträuße aus dem Garten
Manche Dahlien stehen noch in voller Blüte. Wenn Sie sich mit einem Strauß den Spätsommer ins Haus holen möchten, sollten Sie folgende Regeln beachten: Der beste Schnittzeitpunkt sind die kühlen Morgen- und Abendstunden. Schneiden Sie nur voll entfaltete Blumen und entfernen Sie alle Nebenknospen - sie öffnen sich in der Vase sowieso nicht, verringern aber die Haltbarkeit der Blütenpracht.

Gemüse und Kräuter

Gemüse bleichen
Damit die inneren Blätter ausbleichen, müssen die meisten Endiviensorten rechtzeitig zusammengebunden werden. Häufeln Sie Bleichsellerie zu diesem Zweck mit Erde an und wickeln Sie Gemüseartischocken in schwarze Folie oder Wellpappe.

Grasschnitt als Mulchmaterial
Um diese Jahreszeit fallen beim Mähen beträchtliche Grasmengen an. Verwenden Sie das Schnittgut großzügig zum Mulchen der Gemüse- und Staudenbeete, damit der Boden schön feucht bleibt. Die Schicht sollte jedoch nicht stärker als 5 cm sein. Lassen Sie das restliche Gras einige Tage trocknen, bevor Sie es auf den Kompost geben, sonst kann es zu Fäulnis kommen.

Holunder ernten
Holunder wird geerntet, wenn alle Früchte blauschwarz gefärbt sind. Verarbeiten Sie die Beeren sofort nach der Ernte, nachdem Sie sie mit einer Gabel von den Fruchtständen abgestreift haben. Vorsicht: Ungekochte Früchte enthalten das giftige Glykosid Sambunigrin. Beim Kochen wird es aber abgebaut.

Holunder verarbeiten
Wer keinen Holunder im Garten hat (die Sorte 'Haschberg' ist besonders ergiebig!), sollte jetzt noch schnell in der Umgebung nach einem "Hollerbusch" suchen: Holundergelee ist eine Delikatesse und Holundersaft lindert im Winter so manchen Husten. Hier ist ein Rezept von Irene Keßler für Holundergelee: Man verwendet etwa 2/3 Holunder und 1/3 säuerlichen, in kleine Stücke geschnittenen Apfel. Statt Gelierzucker kann man auch Pektin verwenden. Auf 500 g Frucht und 500 g Zucker benötigt man 12 bis 14 g Apfelpektin und je nach Frucht 3 bis 9 g Apfelsäure. Vom Zucker muss man etwa 60 g abnehmen und mit dem Pektin und der Apfelsäure vermischen. Dieses Gemisch wird erst dann zugefügt, wenn die Hauptmenge mit dem Zucker zum Kochen gekommen ist. Nach etwa 2 bis 3 Minuten kann man eine Gelierprobe machen.

Kohlhernie richtig bekämpfen
Von Kohlhernie befallenes Erntegut, erkenntlich an Wucherungen am Wurzelhals, darf nicht auf den Kompost, sondern muss vernichtet werden. Bringen Sie auf der betroffenen Fläche Algenkalk aus und pflanzen Sie dort in den nächsten drei bis vier Jahren keine Kohlgewächse an.

Rasen

Rasen anlegen
Wenn Sie es im Frühjahr nicht geschafft haben, einen Rasen anzulegen, ist jetzt im September Gelegenheit dazu. Ebnen Sie die Fläche vorher ein und verbessern Sie einen mageren Boden mit etwas organischem Volldünger. Grassamen gleichmäßig verteilen, leicht einarbeiten und angießen. Gegen Vogelfraß hilft ein Schutznetz oder Vlies.

Sonstiges

Stark blutende Bäume schneiden
Bis etwa Mitte September kann man noch stark blutende Bäume wie die Walnuss schneiden. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, kann das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Außerdem ist die Wundverheilung jetzt noch besser.

Stippebehandlungen
Bei den Spät- bzw. Lagersorten können Stippebehandlungen bis unmittelbar vor der Ernte ausgebracht werden. Gut geeignet sind kalziumchloridhaltige Präparate. Reines Kalziumchlorid (2 x 200 g pro 10 l), kurz vor der Ernte gespritzt, ermöglicht einen sogenannten 'Depoteffekt': Die Kalzium-Ionen können dann noch in den empfindlichen Bereich unter der Schale eindringen und dämmen die Stippegefahr ein.

Tuffsteine bepflanzen
Natürlicher kann ein Steingarten nicht wirken, als wenn man die Pflanzen direkt in den Stein hineinsetzt. Mit Tuffstein lässt sich dies verwirklichen. Die Pflanzung erfolgt im September/Oktober oder im März/April.
Am besten für die Bepflanzung eignen sich Tuffsteine mittlerer Härte. Weiche zerfallen zu leicht und harte haben zu wenig Poren zum Wasserspeichern. Zusätzliche Löcher schafft man mit einer Bohrmaschine, die in kreisenden Bewegungen geführt wird. Dabei kann man die Öffnung nach außen hin vergrößern und dabei die Löcher nach hinten hin leicht abfallen lassen. Die Tiefe der Löcher sollte um 8 cm betragen, als Durchmesser sind 3 cm angebracht. Nach dem Bohren werden die Löcher mit Wasser ausgespült und der Stein durchdringend gewässert. Die Topfballen von Alpinen lassen sich bei Bedarf noch teilen, sodass sie in die vorgefertigten und natürlichen Löcher des Tuffsteins hineinpassen. Gegebenenfalls noch die Wurzeln einkürzen. Die Löcher werden mit einem herkömmlichen, eher sandigen Substrat gefüllt, sodass die Ballen Anschluss haben. Mit einem Stäbchen kann man die Wurzeln hineinführen und zugleich das Loch auffüllen. Kleine Steinchen oder auch Sphagnum-Moose helfen dabei, die Pflänzchen zu fixieren und größere Löcher zu schließen. Bei nässeempfindlichen Arten wie einigen Androsacae bitte keine Sphagnum verwenden.
Die Gießhäufigkeit des Steins richtet sich nach dessen Größe und Platzierung im Garten. Bei großer Hitze kann zweitägiges Gießen nötig sein. Im Winter bei Barfrost sollte ein Vlies über den Stein fixiert werden. Auch im Winter gelegentlich gießen, damit die Pflanzen darin nicht vertrocknen. Zwischen März und Mai sind ein bis drei Gaben Flüssigdünger möglich. Als Pflanzenarten gut bewährt haben sich: Mannschild (Androsace), Dionysien (Dionysia), Schopfteufelskralle (Physioplexis), Felsenteller (Ramonda), kleinere Glockenblumen (Campanula rupicola, C. fragilis), Kabschia-Steinbrech (Saxifraga Sektion Kabschia), Felsenblümchen (Draba), Allioni-Primel (Primula allionii) u.a. Weniger gut gelingen Hauswurze (Sempervivum). Zwergsträucher wie Felsen-Moltkie (Moltkia petraea), Felsen-Seidelbast (Daphne petraea) und Kreuzdorn (Rhamnus myrtifolius) gelingen auch gut.

Vogelnahrung belassen
Lassen Sie die Samenstände von Wildstauden ruhig stehen. Sie dienen Vögeln als Nahrung und tragen zur Ausbreitung der Pflanzen bei. Aus diesem Grund werden auch Wildhecken jetzt nicht mehr geschnitten.

Gründüngung
Auf abgeernteten Beeten kann nun Gründüngung eingesät werden. Im Fachhandel sind viele verschiedene Samenmischungen erhältlich.

Immergrüne Gehölze pflanzen
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, immergrüne Gehölze zu pflanzen oder zu verpflanzen, damit sie vor dem Winter noch ausreichend Wasser aufnehmen können. Die Wurzelballen dürfen während der warmen Zeit nicht austrocknen - also bei Bedarf kräftig gießen!

Obsternte
Einige grundsätzliche Tipps zur Obsternte: Farbige Apfelsorten zwei- bis dreimal durchpflücken. Die erste und besonders die zweite Pflücke sind für die längere Lagerung geeignet, die letzte Pflücke sollte nur kurz gelagert bzw. schnell verbraucht werden. Besonders weiche Früchte (Steinobst) nicht mit den Fingern drücken und durch lange Fingernägel verletzen. Äpfel und Birnen mit der ganzen Handinnenfläche (und nicht mit den Fingern!) leicht anheben und abdrehen. Grundsätzlich immer früh morgens ernten, um die Kühle der vorangegangenen Nacht mit ins Lager zu nehmen. So kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich lagern. Die Luftfeuchtigkeit kann man erhöhen, indem man einen Eimer Wasser auf den Boden des Lagerraums ausleert (das liefert auch zusätzliche Verdunstungskälte).

Die Gartentipps werden zusammengestellt vom

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